Kathöfer, Gabi: Auszug in die Heimat: Zum Alteritäts(t)raum Märchen
Im Zentrum der Studie steht die Funktionalisierung des Märchens in der deutschen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Am Beispiel von fünf teils kanonisierten, teils wenig rezipierten Autorinnen und Autoren werden unterschiedliche Versuche analysiert, die ihre Zeit charakterisierende rasante Multiplizierung von Bedeutungen, Identitätskonzepten, Weltansichten mithilfe der Märchenform künstlerisch zu verarbeiten. Die exemplarisch ausgewählten Texte von Amalia Schoppe, Heinrich Heine, Elisabeth Ebeling, Marie von Ebner-Eschenbach und Hugo von Hofmannsthal belegen, dass die für die Gattung typische zyklische Struktur der Märchenhandlung (Heimat-Auszug-Heimkehr) sowie die Reduktion von Welt auf binäre Oppositionen einerseits ein Raster für die Thematisierung und Überwindung der wachsenden Polysemie und Fremdheit von Welt bereithält. 174 Seiten, broschiert (Germanistische Texte und Studien; Band 78/Olms Verlag 2008)
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