Spuren eines Europäers
Karl Emil Franzos als Mittler zwischen den Kulturen. Hrsg. von Amy-Diana Colin, Elke-Vera Kotowski und Anna-Dorothea Ludewig. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Korrespondent verschiedener deutschsprachiger Zeitungen und Zeitschriften bereiste Franzos große Teile Europas, insbesondere Osteuropas, und brachte diese Länder durch seine Berichte in die (groß)bürgerlichen Wohnzimmer des "Westens". Der Band will seine Beobachtungen und Überlegungen, aber auch sein Persönlichkeit, die alle Widersprüche und Qualitäten eines Europäers in sich vereinte, wieder sichtbar zu machen. Nach zwei einleitenden Beiträgen beleuchten neun Aufsätze die beiden Themenfelder »Zwischen Mitteleuropa und "Halb-Asien" - Karl Emil Franzos als interkultureller Vermittler« und »Vielfalt und Beliebigkeit - Karl Emil Franzos im europäischen Literaturbetrieb. Ein Anhang dokumentiert einen Text von A. Bernstein ("Die europäischen Halb-Asiaten"; ein Artikel aus dem Jahr 1876 aus Anlass des Erscheinens der ersten Bände von Franzos' "Aus Halb-Asien") und drei Texte von Karl Emil Franzos: "Zur Erinnerung an Theodor Storm" (1888/89); "Börne und die Frauen" (1890/91); "Fanny Lewalds Selbstbekenntnisse" (1900). Der Band ist aus einer Tagung 2004 in Potsdam hervorgegangen, die das Moses Mendelssohn Zentrum gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und der Cité der Friedenskulturen veranstaltet hat. 252 Seiten, Leinen (Haskala - Wissenschaftliche Abhandlungen; Band 36/Olms Verlag 2008)
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