Der veränderbare Körper

Wildmann, Daniel: Der veränderbare Körper

Jüdische Turner, Männlichkeit und das Wiedergewinnen von Geschichte in Deutschland um 1900. Was verbinden Turner mit Harmonie, Männlichkeit und jüdisch sein? Und warum verweisen solche Fragen auf Bruchlinien jüdischer Integration im Deutschen Kaiserreich? Wildmann geht diesen Fragen nach und öffnet einen innovativen Blick auf deutsch-jüdische Geschichte der Moderne, insbesondere auf Praktiken jüdischer Selbstverständigung um 1900. Er zeigt, wie Alternativen jüdischer Selbstvergewisserung um die Jahrhundertwende gedacht wurden - Alternativen sowohl zu assimilatorischen wie auch zu zionistischen Lebensentwürfen - und wie diese Alternativen gleichzeitig Bruchlinien jüdischer Integration in Deutschland offen legten. Durch eine präzise Analyse der Geschichte und Programmatik jüdischer Turnvereine wird klar, in welchem explosiven Spannungsfeld sich jüdische Identität im Deutschen Kaiserreich wiederfand, wenn sie vorgegebene Pfade verließ. Die Studie integriert neue Ansätze in der Geschichtswissenschaft, wie Körpergeschichte, Geschichte der Männlichkeit und Visual History, in die deutsch-jüdische Geschichte. 329 Seiten, Leinen (Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts; Band 73/Mohr Siebeck 2009)

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Bestell-Nr.: 16822 Sprache: Deutsch Gewicht: 642 g
Sachgebiete: Kulturwissenschaften | Judentum im 20. Jahrhundert bis 1945 | 1871-1914/18
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