Schwickert, Eva-Maria: Feminismus und Gerechtigkeit
Über eine Ethik von Verantwortung und Diskurs. Gibt es eine weibliche bzw. männliche Moral? Orientiert sich das Moralverhalten beider Geschlechter tatsächlich tendenziell an unterschiedlichen Wertvorstellungen? Dies beantwortet Schwickert aus der Perspektive der philosophischen Ethik. Im Blickpunkt des Interesses stehen die begriffliche Bestimmung und die moralische Legitimation beider Orientierungen. Das Ergebnis der Studie präsentiert sich als Brückenschlag zwischen der Kantischen Vernunftethik Kohlbergs einerseits und der Aristotelischen Wertethik Gilligans andererseits. Beide Ethiktypen - die der Gerechtigkeit und die der Fürsorge - fordern sich wechselseitig. Gemessen an diesem vertieften Ethikverständnis stellt sich das weibliche Zögern, ein moralisches Urteil zu fällen, nicht mehr als Ausdruck eines unzureichenden Prinzipienbewusstseins dar, sondern als das eines verantwortungsethisch reflektierten Urteilsvermögens. 210 Seiten, gebunden (Akademie Verlag 2000) Einband etwas angeschmutzt und lichtrandig
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