Ries, Franz Xaver: Zeitkritik bei Joseph von Eichendorff
Innerhalb eines diachronischen Rasters werden synchrone Analysen durchgeführt, die die Gesamtentwicklung des kritischen Zeitbeobachters Eichendorff nachvollziehen. Die Gliederung des Stoffes orientiert sich an der historischen Folge von bedeutsamen Zeitprozessen des 19. Jahrhunderts bis zum Tod des Dichters: Adelskrise, die sich entfaltende Macht des Bürgertums, Tendenzen des Vormärz, Entstehung des Proletariats und Soziale Frage. Hierbei kristallisiert sich die allmähliche Wandlung des Dichters heraus. Von christlicher Überzeugung getragen, bezieht Eichendorff eine überparteiliche Position. So wird der in die einsetzende Moderne hineingeborene Adlige als zunehmend gewichtige Gegenstimme zu einer "Moderne" vernehmbar, die er mit kritischen Alternativen konfrontiert. 302 Seiten, broschiert (Schriften zur Literaturwissenschaft; Band 11/Duncker & Humblot 1997) schwarze Filzstiftstriche auf Schnitt
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