Dalbosco, Claudio Almir: Ding an sich und Erscheinung
Perspektiven des transzendentalen Idealismus bei Kant. Diese Arbeit analysiert die Bedeutung der Unterscheidung zwischen Erscheinung und Ding an sich für die Begründung sowohl des theoretischen als auch des praktischen Gebrauches der reinen Vernunft. Die Hypothese ist, daß Kant, indem er einen doppelten Gebrauch der reinen Vernunft rechtfertigen will, auf die Unterscheidung zwischen Erscheinung und Ding an sich rekurrieren muß, der er selbst verschiedene Bedeutungen gibt, je nachdem, ob er sich dem einen oder anderen Gebrauch zuwendet. Dies ist der Grund dafür, daß er zentrale Begriffe dieser Unterscheidung, wie Ding an sich, Noumenon und transzendentaler Gegenstand, zweideutig verwendet. Trotz dieser Zweideutigkeit läßt der kantische Text die Interpretation zu, daß die Rechtfertigung der theoretischen Vernunft innerhalb der Kritik der reinen Vernunft durch die Unterscheidung zwischen Erscheinung und Ding an sich einen leeren Raum für die spätere systematische Begründung der praktischen Vernunft erhalten muß. 339 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Philosophie; Band 326/Königshausen & Neumann 2002) leichte Lagerspuren
statt 55,00 € 5,50 € (inkl. MwSt., zzgl. Versand)