Lütkenhöner, Hannah: Eduard Lassens Musik zu Goethes "Faust" op. 57
Studien zur Konzeption, zu den Bühnenfassungen und zur Rezeption. Die Autorin zeigt, inwiefern Lassen in seiner "Faust"-Musik ein völlig neuartiges Konzept der Schauspielmusik entwickelte, und rekonstruiert drei Inszenierungskonzepte der frühen "Faust"-Gesamtaufführungen (Weimar 1876, Hannover 1877 und Wien 1883). - Kaum ein Werk stellt für Dramaturgen, Regisseure und Komponisten eine derart hohe Herausforderung dar wie Goethes 'Faust'. Es verwundert daher kaum, dass nach der Veröffentlichung 1832 fast ein halbes Jahrhundert verging, ehe Otto Devrient - Regisseur und Mephisto-Darsteller in einer Person - 1876 am Weimarer Hoftheater eine Aufführung beider Faust-Teile wagte. Mysterium in zwei Tagewerken nannte er diese erste Gesamtaufführung. In enger Abstimmung mit Devrient komponierte der dänisch-belgische Komponist Eduard Lassen die Musik dazu und entwickelte zugleich ein völlig neuartiges Konzept der Schauspielmusik. Dieses Buch stellt drei Inszenierungskonzepte der frühen "Faust"-Gesamtaufführungen vor (Weimar 1876, Hannover 1877 und Wien 1883), die Hannah Lütkenhöner aufgrund neu entdeckter Quellen rekonstruieren konnte. Sie gewähren einen Einblick in die Phase der Etablierung beider Teile des 'Faust' auf deutschsprachigen Bühnen. Darüber hinaus geht die Autorin der weiteren Rezeptionsgeschichte von Lassens Faust-Musiknach: Im deutschen und ausländischen Sprachraum, auf der Bühne, im Konzertsaal und sogar im frühen Hörspiel wurde sie bis weit ins 20. Jahrhundert hinein aufgeführt - und erfuhr so eine für Schauspielmusiken nahezu beispiellose Verbreitung. 232 Seiten mit 18 Abb., 8 Tab. und 39 Notenbeispielen, gebunden (Musik und Theater; Band 10/Studiopunkt Verlag 2015) leichte Lagerspuren
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