Facetten literarischer Zorndarstellungen

Martini, Thorsten W. D.: Facetten literarischer Zorndarstellungen

Analysen ausgewählter Texte der mittelalterlichen Epik des 12. und 13. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der Gattungsfrage. Der Affekt des Zorns stellt sich in der mittelalterlichen Epik als omnipräsentes Phänomen dar. Allenthalben wird im Zorn gezetert, gekämpft und geherrscht. Allen sechs hier untersuchten Texten, vom parodistisch-satirischen Reinhart Fuchs bis zum aventiurehaften Dietrichepos Eckenlied (weitere behandelte Texte sind Erec, Iwein, Herzog Ernst und Kudrun sowie, als Exkurs, (Strickers) Daniel), ist gleichwohl eine Auseinandersetzung mit dem Zornaffekt zu konzedieren, die in unterschiedlicher Intensität und Differenziertheit erfolgt. Der Einzeltext erscheint dabei als Sammelbecken heterogener Sinnpotenziale, die auch über die Behandlung des Zornaffektes auskondensieren. Es sind die schillernden Facetten des Zorns, anhand deren diese Studie einen Teil des Spektrums seiner Kausalitäten zu sichten versucht. Im Zorn erblickt sie letztlich einen Indikator von Höfisierung und Dialogizität. 387 Seiten, gebunden (Beiträge zur älteren Literaturgeschichte/Universitätsverlag Winter 2009)

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Sachgebiet: Mediävistik
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