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Glüer, Kathrin
Sprache und Regeln
Zur Normativität von Bedeutung. Die Arbeit wendet sich einem zentralen Problem der Modernen Sprachphilosophie zu. Mit Kripkes 'Wittgenstein' hat die Sprachphilosophie einen neuen Slogan erhalten: Bedeutung ist normativ. Dass die Sprache nicht natürlich, sondern konventionell sei, gehört dabei seit der griechischen Sophistik zu den Binsenweisheiten dieses Zweigs der Philosophie. Sehen wir jedoch mit Wittgenstein sprachliche Bedeutung als durch den Gebrauch sprachlicher Ausdrücke bestimmt an, wird daraus schnell die These, es seien die 'Regeln' für den Gebrauch solcher Ausdrücke, die deren Bedeutung bestimmen, die - mit anderen Worten - bestimmen, was korrekter und was inkorrekter Gebrauch ist. Als Normativthese reformuliert, findet die antike Binsenweisheit so auch in der aktuellen Kontroverse breiten Konsens, eint sie Sprachphilosophen unterschiedlicher Couleur. In Auseinandersetzung u.a. mit Dummett, Kripke, McDowell, Putnam und Wittgenstein arbeitet Kathrin Glüer nicht nur heraus, dass dieser Konsens aufgrund der Unterschiedlichkeit der dabei in Anspruch genommenen Normativitätsverständnisse ein scheinbarer ist. Darüber hinaus argumentiert sie, an der Normativitätsthese selbst sei so gut wie alles falsch. Auf der Grundlage eines teilweise an der Philosophie Davidsons orientierten nicht-reduktiven Verständnisses von Bedeutung und Intentionalität zeige sich vielmehr, dass Normen oder Regeln nicht in den elementaren "Zirkel" intentionaler Begriffe gehören. Bei der Untersuchung dieser Fragen erweisen sich Sprachphilosophie, Handlungstheorie und Philosophie des Geistes als untrennbar miteinander verbunden. 250 Seiten, gebunden (Akademie Verlag 1999) Einband teilweise lichtrandig
Bestell-Nr.: 13306
ISBN-13: 9783050033457
ISBN-10: 3050033452
Erscheinungsjahr: 1999
ISBN-13: 9783050033457
ISBN-10: 3050033452
Erscheinungsjahr: 1999
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