Meiß, Klaus: Streit um die Lutherbibel
Sprachwissenschaftliche Untersuchungen zur neuhochdeutschen Standardisierung (Schwerpunkt Graphematik) anhand Wittenberger und Frankfurter Drucke. Im 16. Jahrhundert entbrannte eine Streitschriftenkontroverse zwischen Christoph Walther (dem Korrektor der Wittenberger Offizin Lufft) und dem Frankfurter Verleger Sigmund Feyerabend. Es ging um die Verbindlichkeit der auf Luther zurückgehenden Graphematik, Lexik und Ausstattung (Illustrationen, Beigaben) der Bibeln. Die Untersuchung ordnet die Kontroverse in die Entwicklung von Buchdruck und Verlag (einschließlich Buchhandel) im Zusammenhang mit der Reformation ein und referiert den Streit anhand der Quellen. Die Auseinandersetzung beleuchtet die Entwicklung des Sprachausgleichs zum Neuhochdeutschen hin. Graphematische Unterschiede in den Wittenberger und Frankfurter Bibeln werden analysiert und ausgewertet. V,220 Seiten, broschiert (Europäische Hochschulschriften. Reihe I: Deutsche Sprache und Literatur; Band 1437/Peter Lang Verlag 1994) Mängelexemplar
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