Rumpf, Dorothea: Bildung und Religion
Prinzipienwissenschaftliche und schulpädagogische Untersuchungen zu ihrem korrelativen Zusammenhang. Ausgehend vom Freiheitsgedanken der Aufklärung geht die Autorin unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des Menschen in der modernen bzw. postmodernen, westlichen Gesellschaft der Fragestellung nach dem Bedingungsgefüge des Zusammenhangs von Bildung und Religion nach. Die nicht mehr vorgegebene Teleologie gepaart mit der ausgewiesenen Pluralität erfordert umsomehr die individuelle Entscheidung. Infolgedessen ist auch die Religion weitgehend zur Privatsache geworden. Dies hat im Blick auf die Bildung vielfach zu einer Ausklammerung der religiösen Frage geführt. Infolgedessen wird der Bildungsprozess weithin auf die Vermittlung und den Erwerb von Sachkenntnissen und Fertigkeiten begrenzt. Diese können allein nicht handlungsleitend sein. Die religiöse Frage - unabhängig von allen Konfessionen - gehört wesentlich zum Menschen. Folglich muss auch die Bildung des Menschen die religiöse Frage beinhalten. Dabei gilt es, sich zunächst eines Begriffes der Bildung und seiner ermöglichenden Bedingungen zu vergewissern, gleichermaßen unter pädagogischer Perspektive nach dem Bestimmungsmoment der Religion und des Glaubens zu fragen, ferner den Zusammenhang von Bildung, Religion und Glaube in den Blick zu nehmen und schließlich schulpädagogisch zu erörtern, wie dieser Zusammenhang unterrichtsmethodisch einzulösen ist. 178 Seiten, broschiert (Hildesheimer Beiträge zu den Erziehungs- und Sozialwissenschaften. Studien - Texte - Entwürfe; Band 38/Olms Verlag 1997) leichte Lagerspuren
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